Amnesty International: Petition fordert Aufklärung der tödlichen Vorfälle an der spanisch-marokkanischen Grenze

Infotisch

03.07.2023 bis 20.07.2023

Am 24. Juni, jährten sich die tödlichen Ereignisse an der spanisch-marokkanischen Grenze in Melilla vor einem Jahr. Sicherheitskräfte setzten damals Tränengas, Schlagstöcke und Gummigeschosse ein, um eine große Gruppe Geflüchteter mit Gewalt daran zu hindern, den Grenzzaun zu überqueren. Mindestens 37 Menschen starben. Die spanische Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen zu den Menschenrechtsverletzungen in Melilla mittlerweile eingestellt – es sei nicht erkennbar gewesen, dass die Menschen medizinische Hilfe benötigt hätten. Anzeichen für Straftaten durch spanische Sicherheitskräfte gebe es nicht.

Das Sterben von Geflüchteten an unseren Außengrenzen ist für uns nichts, an das wir uns gewöhnen wollen oder können. Wir fordern von der spanischen Regierung eine lückenlose und unabhängige Aufarbeitung der Menschenrechtsverletzungen.