Iran – wie stark ist inzwischen die Zivilgesellschaft?

Veranstaltung

01.06.2023 - 18:00 bis 20:00

Der Kampf um Würde und Freiheit als Menschenrechtsarbeit

Die Nachricht vom Tod der 22-jährigen kurdischen Iranerin Mahsa A-mini in Teheran im September 2022 nach ihrer Verhaftung und schweren Misshandlung durch die so genannte Sittenpolizei hat eine landesweite Welle des Widerstands ausgelöst. Die Proteste richten sich längst nicht mehr ‘nur’ gegen den gültigen Kopftuchzwang, sondern adressieren die tiefgreifende Menschenrechtskrise im Land. Das Aufbegehren junger Menschen wird in der Bevölkerung durch eine Reihe von Streikbewegungen unterstützt. Arbeiter und Angestellte von Raffinerien und in der Stahlindustrie, dazu in einer Vielzahl von Fabriken, sodann Akademiker wie Lehrkräfte an Schulen, signalisieren Widerspruch und Widerstand in der Breite der Gesellschaft.

Referierende:
Atossa Klebb (Aachen),Vorstandsmitglied des Gemeinnützigen Vereins „One Voice“ i.G.
Dominique Renault (Roermond), Mitglied der Themen-Koordinationsgruppe Menschenrechtsverletzungen an Frauen von Amnesty International
Shahrzad Massoodi (Aachen), Iranisches Kulturzentrum „Rahaward“ e.V.

Musikalische Rahmung:
Fatima Adeli (Aachen), Gesang
Sasan Azodi (Aachen), diplomierter Jazz-Gitarrist, Oud-, Bouzouki- und Glissentar-Spieler

Im Anschluss wird zu einem kleinen Imbiss eingeladen und so die Möglichkeit für einen Austausch geschaffen.

Zu dieser Länder-Informationsveranstaltung mit Vortrag und Diskussion lädt die Kooperation von Amnesty International, dem Eine-Welt-Forum, der Evangelischen und der Katholischen Kirche und der Save-me-Kampagne herzlich ein.

Der Eintritt ist frei.

Foto: I. Heck-Böckler