Im Ausnahmezustand! Der Militärputsch in Myanmar

Nach einem Militärputsch im Februar 2021 verschlechterte sich die Menschenrechtslage in Myanmar dramatisch. Die Sicherheitskräfte töteten mehr als 1.000 Menschen und nahmen Tausende weitere fest, die sich der Machtübernahme durch das Militär widersetzten. Berichten zufolge ist die Folterung von Gefangenen an der Tagesordnung. Im Zuge des bewaffneten Konflikts kam es zu wahllosen Angriffen des Militärs auf Zivilpersonen und zivile Objekte, und Zehntausende Menschen wurden vertrieben. In den vom bewaffneten Konflikt betroffenen Regionen fehlte es an grundlegenden staatlichen Dienstleistungen, und in einigen Gebieten blockiert das Militär humanitäre Hilfsleistungen. Frauen und Mädchen sind sexualisierter Gewalt durch Militärangehörige ausgesetzt. Kindern wird das Recht auf Bildung vorenthalten. Dutzende Menschen wurden von Militärgerichten zum Tode verurteilt. Im Juli 2022 haben Myanmars Militärbehörden zum ersten Mal seit mehr als 30 Jahren wieder Menschen hingerichtet.

Es liegt Informationsmaterial aus und es besteht die Möglichkeit, an Solidaritätsaktionen teilzunehmen.

Danke für die wichtige Unterstützung der Menschenrechtsanliegen.

Foto: (c) AFP via Getty Images

Amnesty International: Infotisch zur Fußball-WM in Katar 2022

“FUSSBAL JA! AUSBEUTUNG NEIN!”

Ohne Arbeitsmigrant*innen wäre die Fußball-Weltmeisterschaft in Katar 2022 nicht möglich: Die Infrastruktur wird von Arbeiter*innen aus südasiatischen und afrikanischen Ländern gebaut. Während die FIFA große Profite erzielt, sind Arbeitsmigrant*innen in Katar weiterhin schweren Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt.

Die Arbeitsbedingungen von Arbeitsmigrant*innen in Katar kommen in einigen Fällen Zwangsarbeit gleich. Todesfälle werden nicht untersucht. Die Auszahlung des Mindestlohns von umgerechnet 247 Euro im Monat erfolgt oft unregelmäßig, verspätet oder gar nicht; Reisepässe werden von Arbeitgeber*innen einbehalten. Arbeitsmigrant*innen ist es per Gesetz untersagt, Gewerkschaften zu gründen. Das sind nur einige Beispiele, die zeigen, wie Arbeitsmigrant*innen in Katar trotz erster Reformen weiter ausgebeutet werden.

Bisher werden Menschenrechtsverletzungen an Arbeitsmigrant*innen in Katar in der Regel nicht geahndet, noch erhalten Betroffene oder ihre Angehörigen eine Entschädigung. Amnesty International fordert deshalb jetzt Entschädigungszahlungen für erlittene Rechtsverletzungen an Arbeitsmigrant*innen von der FIFA.

Um diese Forderung durchzusetzen, wird die Unterstützung des Deutschen Fußballverbandes (DFB), dem größten Fußballverband der Welt, benötigt. An dem Infotisch liegen Hintergrundinformationen zur Fußball-Weltmeisterschaft aus. Durch eine Petitionsliste an DFB-Präsident Bernd Neuendorf können die Forderungen nach Entschädigungszahlungen für erlittene Rechtsverletzungen an Arbeitsmigrant*innen durch die FIFA unterstützt werden.

Während der Öffnungszeiten der Citykirche.

Bildquelle: Amnesty International