Amnesty International: Infotisch zur Fußball-WM in Katar 2022

„FUSSBAL JA! AUSBEUTUNG NEIN!“

Ohne Arbeitsmigrant*innen wäre die Fußball-Weltmeisterschaft in Katar 2022 nicht möglich: Die Infrastruktur wird von Arbeiter*innen aus südasiatischen und afrikanischen Ländern gebaut. Während die FIFA große Profite erzielt, sind Arbeitsmigrant*innen in Katar weiterhin schweren Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt.

Die Arbeitsbedingungen von Arbeitsmigrant*innen in Katar kommen in einigen Fällen Zwangsarbeit gleich. Todesfälle werden nicht untersucht. Die Auszahlung des Mindestlohns von umgerechnet 247 Euro im Monat erfolgt oft unregelmäßig, verspätet oder gar nicht; Reisepässe werden von Arbeitgeber*innen einbehalten. Arbeitsmigrant*innen ist es per Gesetz untersagt, Gewerkschaften zu gründen. Das sind nur einige Beispiele, die zeigen, wie Arbeitsmigrant*innen in Katar trotz erster Reformen weiter ausgebeutet werden.

Bisher werden Menschenrechtsverletzungen an Arbeitsmigrant*innen in Katar in der Regel nicht geahndet, noch erhalten Betroffene oder ihre Angehörigen eine Entschädigung. Amnesty International fordert deshalb jetzt Entschädigungszahlungen für erlittene Rechtsverletzungen an Arbeitsmigrant*innen von der FIFA.

Um diese Forderung durchzusetzen, wird die Unterstützung des Deutschen Fußballverbandes (DFB), dem größten Fußballverband der Welt, benötigt. An dem Infotisch liegen Hintergrundinformationen zur Fußball-Weltmeisterschaft aus. Durch eine Petitionsliste an DFB-Präsident Bernd Neuendorf können die Forderungen nach Entschädigungszahlungen für erlittene Rechtsverletzungen an Arbeitsmigrant*innen durch die FIFA unterstützt werden.

Während der Öffnungszeiten der Citykirche.

Bildquelle: Amnesty International