Ausstellung: Prekäres Leben – prekäre Arbeit – prekäre Zukunft

Sozialpolitisches Gebet und Ausstellungseröffnung zum Welttag der menschenwürdigen Arbeit (7. Oktober, 18 Uhr)

Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) der Diözese Aachen beteiligt sich wieder mit ihrem Schwerpunkt „WERTvoll arbeiten“ am Welttag und lädt herzlich zu einem sozialpolitischen Gebet ab 18 Uhr in die Citykirche ein, wobei die Verwirklichung des Menschenrechts auf Gute Arbeit im Vordergrund steht, gerade in Zeiten, in denen prekäre Arbeitsverhältnisse auch in Deutschland immer weiter vordringen.

Passend zum Thema eröffnet die KAB Im Anschluss an das sozialpolitische Gebet die Ausstellung von ver.di Hessen „Prekäres Leben – prekäre Arbeit – prekäre Zukunft“. Diese Ausstellung hat viele Gesichter. Da sind zum einen die Niedriglöhner:innen. Über 7 Millionen. Und da sind zum anderen diejenigen, welche sich in unsicheren Arbeitsverhältnissen von Befristung zu Befristung schleppen. Weder das eine, noch das andere führt zu einem abgesicherten Leben. Unsicherheit über die Zukunft prägt das „Prekäre Leben“.

Die Ausstellung lässt 21 Betroffene zu Wort kommen und ist vom 10. bis zum 13. Oktober in der Aachener Citykirche zu sehen.

Zeitgleich präsentiert die KAB dort auch ihre Ausstellung „Schatzkisten guter Arbeit“. Gegen prekäre Arbeit setzt die KAB ihre Vorstellungen guter Arbeit. Bis zum Welttag haben Mitglieder der KAB und weitere Interessierte eine Schatzkiste mit den eigenen Vorstellungen über gute Arbeit gestaltet. Gerne können Sie während der laufenden Ausstellung auch Ihre Schatzkiste gestalten.

Veranstalter: KAB der Diözese Aachen| Martinstraße 6, 52062 Aachen | kontakt@kab-aachen.de
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Der Eintritt ist frei, Besichtigung möglich während der Öffnungszeiten der Citykirche.
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Grafik: Marlène Brito, pfarrbriefservice.de

Menschen, Bilder, Orte – 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

Vom 10. August bis zum 18. September 2022 wird in unserer Kirche die Ausstellung des MiQua.LVR- Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln „Menschen, Bilder, Orte – 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ gezeigt.

Am 11. Dezember 321 erlässt der römische Kaiser Konstantin ein Edikt (Gesetz), es legt fest, dass Juden städtische Ämter in der Kurie, der Stadtverwaltung Kölns, bekleiden dürfen und sollen: Somit leben im Jahr 2021 Jüdinnen und Juden nachweislich seit 1700 Jahren auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands. Dieses Datum ist der Anlass, um die öffentlichkeitswirksame Vermittlung jüdischen Lebens heute und seine 1700-jährige Geschichte in Deutschland sichtbar und erlebbar zu machen. Auch in Stadt und StädteRegion Aachen gab es und gibt es jüdisches Leben, eine Jüdische Gemeinde. Menschen jüdischen Glaubens gehören zu unserer Gesellschaft.

Die Ausstellung und das Begleitprogramm wollen dazu beitragen, über jüdisches Leben zu informieren, sich auseinanderzusetzen sowie den Beitrag jüdischer Künstler*innen zu unserem kulturellen Leben zu würdigen.

Das Festjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“, wurde aufgrund seiner hohen Relevanz ins Jahr 2022 verlängert – dazu gehört auch die Wanderausstellung des MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln. Sie erzählt vom jüdischen Leben von gestern, heute und morgen.

Die Ausstellung zeigt einige wichtige Aspekte des jüdischen Lebens anhand von biografischen Zeugnissen, bedeutenden Schriftquellen, archäologischen Funden u.v.m. Die Wanderausstellung besteht aus vier begehbaren Kuben, die jeweils eigene Themen behandeln: Recht und Unrecht, Leben und Miteinander, Religion und Geistesgeschichte, Kunst und Kultur. Über Interaktionen können Interessierte diese Geschichte und Gegenwart als Teil der deutschen Gesamtgeschichte selbst entdecken. Dabei geht es nicht nur um das Lesen, sondern darum zuzuhören, Fragen zu beantworten und sich aktiv mit einzubringen.

Menschen, Bilder, Orte. 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland – Rahmenprogramm (PDF)

Bild: Porträt der Schauspielerin, Sängerin und Kabarettistin Dora Gerson, Foto: © Stiftung Deutsches Kabarettarchiv e. V.

Frauen geben Frieden ein Gesicht

Frieden und Versöhnung in Bosnien und Herzegowina

Friedensaktivistinnen haben nach dem Krieg in Bosnien und Herzegowina (1992- 1995) vorbildliche Friedens- und Versöhnungsarbeit geleistet und zahlreiche Projekte und Initiativen für Frauen gegründet. (mehr …)

Ausstellung „Sichert(e) sich auch unser Land einen Platz an der Sonne? Der lange Schatten der deutschen Kolonialzeit“

Ausstellung „Sichert(e) sich auch unser Land einen Platz an der Sonne? Der lange Schatten der deutschen Kolonialzeit“

Mit Blick auf den Tag gegen Rassismus (21. März) lädt die Kooperation von Amnesty International Aachen, Bischöflicher Akademie, Citykirche Aachen und dem Büro der Regionen auch nach der Ausstellungseröffnung herzlich zum Besuch dieser Ausstellung ein. Konzipiert wurde die kleine Wanderausstellung von Serge Palasie, Afrikanist und Fachpromotor Flucht, Migration und Entwicklung.

Ziel der Ausstellung ist es, einen Beitrag dazu zu leisten, kritisch in die Vergangenheit zu blicken, damit man die Gegenwart besser verstehen und für die Zukunft lernen kann. Denn die deutsche Kolonialzeit ist bis heute in mehrfacher Hinsicht relevant – so beispielsweise im Bereich globaler wirtschaftlicher Beziehungsgeflechte, beim Thema Flucht und Migration, oder wenn es um Rassismus und Identität in Deutschland geht. Selbst der menschengemachte Klimawandel bzw. die damit verbundene Klimaungerechtigkeit muss hier aufgezählt werden. Es geht hier also nicht so sehr um geschichtliche Details, sondern um den langen Schatten, den eine vermeintlich abgeschlossene Geschichte wirft.

Bis zum 8. April 2022 kann die Ausstellung während der Öffnungszeiten in unserer Kirche besucht werden.
Der Eintritt ist frei. Es gelten die dann aktuellen Corona-Regeln.

Bildquelle: „Platz an der Sonne?“ Gemälde von Naseer Alshabani

Kunstvoll mit der Einsamkeit umgehen

Das ist schon so eine Sache mit der Einsamkeit. Alleinsein ist ja noch OK, aber Einsam sein? Gerade in den Coronazeiten mit Lockdowns und vielen Einschränkungen bis heute, wird Einsamkeit bei vielen älteren Menschen deutlich spürbar.

Abschlussfeier 05.11.2021, 14.00 bis 17.00 Uhr

In der Ausstellung sind Einsamkeitserfahrungen kunstvoll umgesetzt, auch das Herauskommen aus Isolation und Angst. Sie sind eingeladen, diese Erfahrungen in den Exponaten zu entdecken und bei der Abschlussfeier am 05.11.2021 mit folgendem Programm dabei zu sein.

13.30 Uhr Stehkaffee zum Ankommen
14.00 Uhr Begrüßung und Interview
14.30 Uhr Impulsvortrag „Einsamkeit“ Prof. Dr. M. Borutta
15.00 Uhr Theater mit den „Golden Annas“
15.30 Uhr Trommelgruppe des BGZ Kronenberg
16.00 Uhr Geschichten zum kunstvollen Umgang mit der Einsamkeit
16.30 Uhr Improvisationstanz, BGZ Aachen Mitte
17.00 Uhr Aixotic Sambistas trommeln zum Abschluss vor der Citykirche

Geimpft, Genesen, Getestet? – Bitte zeigen Sie beim Hineinkommen Ihren Nachweis.

Ein Projekt der Aachener PlusPunkt-Begegnungszentren, gefördert von der Stadt Aachen

Martin Luther und das Judentum

Rückblick und Aufbruch

Martin Luther hat ein schwieriges Erbe hinterlassen. In der Anfangszeit der Reformation hat er dafür plädiert, die Juden menschlich zu behandeln. Später hat er sie unerträglich geschmäht und die Anwendung von Gewalt gegen sie gefordert.

Auch sein weiteres Schrifttum lässt keinen Raum für jüdisches Leben. Alles Licht fällt auf die Seite des Evangeliums, alles Dunkel auf die jüdische Seite, symbolisiert vom Gesetz ohne Gnade.

Lucas Cranach und seine Schule haben diese Auffassung Luthers auf vielen Bildern umgesetzt. Durch Wort und Bild ist seine negative Sicht der Juden durch die Jahrhunderte hin wirksam geworden. Das jüdische Selbstbild blieb bedeutungslos, obwohl Jesus, wie Luther anfangs betonte, „ein geborner Jude“ war.

Erst nach dem Holocaust haben die evangelischen Kirchen begonnen, sich dem lastenden Erbe von Luthers Judenfeindschaft zu stellen. Hier reiht sich die Ausstellung ein. Sie wird von der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und dem Touro College Berlin getragen. Auf ihren   Tafeln erhalten jüdische und christliche Perspektiven Raum.

Titelbild: Ausschnitt aus dem Weimarer Altarbild von Lucas Cranach mit dem Motiv Gesetz und Evangelium (Stadtkirche St. Peter und Paul, 1555)

Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag, 9.00 bis 19.00 Uhr.

ENTDECKE MICH! Eine kunstAKTION

Montag – Samstag: 09:00 bis 19:00 Uhr
Sonntag: 09:00 bis 17:00 Uhr

Mehr Informationen: www.kunstaktion-entdecke-mich.de

 

Bild: (c) Bistum Aachen

Ausstellung: Grenzerfahrungen – Wie Europa gegen Schutzsuchende aufrüstet

 

Wir laden Sie herzlich ein, vom 21. September bis zum 10. Oktober während der Öffnungszeiten unserer Kirche, die Ausstellung

Grenzerfahrungen – Wie Europa gegen Schutzsuchende aufrüstet

anzuschauen.

Das Thema Flucht ist sehr gegenwärtig. Wir denken, dass es auch mit Schulklassen besprochen werden sollte. Deshalb bieten wir für Schulklassen Gespräche über die Ausstellung und altersentsprechenden Austausch an. Dabei denken wir ausdrücklich auch an Kinder der Grundschulen. Es gibt sehr gute B(ilderb)ücher zu dem Thema, die wir gemeinsam betrachten und besprechen könnten. Viele Kinder dürften andere Kinder kennen, die in Deutschland Schutz und eine Zukunftsperspektive finden sollen. Der Bezug zu dem Thema Flüchtlingsschutz ist von daher leicht herzustellen.

Bitte melden Sie sich bei Interesse oder geben diese Informationen gerne weiter.
Wir vereinbaren dann mit Ihnen einen Termin in der Citykirche, denn die Vermittlung von Werten wie Solidarität, Humanität und Menschenrechten liegt uns am Herzen.

Kontakt: Beate Dittrich Beate.Dittrich@bistum-aachen.de

Foto: I. Heck-Böckler

Gerechtigkeit für die „El Hiblu 3“

Vom 19. Juni bis zum 2. Juli 2021 steht in der Citykirche, während der Öffnungszeiten der Citykirche, ein Infotisch von Amnesty International.

Anlass ist der Weltflüchtlingstag am 20. Juni.

Der Einsatz gilt drei Jugendlichen, den sogenannten „EL Hiblu 3“. Sie und etwa 100 andere Menschen wurden von der Besatzung des Öltankers „El Hiblu“ aus einem Schlauchboot auf dem Mittelmeer gerettet. Doch die Besatzung versuchte die Geretteten nach Libyen zurückzubringen. Die drei Jugendlichen dolmetschten und verhinderten, dass die Menschen erneut nach Libyen in Haft und Folter gebracht wurden. Aber auf dem Meer vor Malta stürmten die maltesischen Behörden das Schiff und behaupteten, die drei Jugendlichen hätten es mit Gewalt unter ihre Kontrolle gebracht. Ihnen drohen jetzt lebenslängliche Haftstrafen. Dabei wollten die drei Jugendlichen nur in Sicherheit gelangen und die übrigen Geretteten schützen. Der maltesische Generalstaatsanwalt muss jetzt dringend alle Anklagen fallen lassen und das Verfahren einstellen.

Um Unterstützung der Postkartenaktion in der Citykirche wird gebeten.

Gesundheit ist wichtig: Selbstverständlich gelten die aktuellen Hygieneregeln. Bitte tragen auch Sie, wenn Sie in die Citykirche kommen, einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz und halten Sie Abstand!

Soliteppich mit Herz

Der etwa 5×3 Meter große Patchwork Teppich kommt aus der Kunstwerkstatt Spectrum. Langzeitarbeitslose Frauen, die im Spectrum eine Beschäftigung und Tagesstruktur finden, haben ihn unter der Anleitung der Künstlerin Vera Sous mit viel Liebe und Kreativität gestaltet und genäht. Es ist ihr Beitrag zur diesjährigen Solidaritätskollekte am 2. Mai unter dem Motto: Solidarität – weil du mich angehst!

Zusehen sind auf dem Teppich die Frauen mit ihren Silhouetten. Bunt angezogen in phantasievoller Kleidung, so wie es ihnen gefällt. Jede Frau trägt ein übergroßes realistisch dargestelltes Herz auf ihrer Brust. „Unser Herz schlägt für diese Arbeit, die wir hier tun. Wir halten zusammen und gehen gemeinsam auch beschwerliche Wege.“

Die Frauen kennen sich oft schon mehrere Jahre. Sie kennen ihre Sorgen und Probleme unterstützen sich gegenseitig. Auch auf dem Teppichbild stehen sie eng zusammen. Die Frauen und das Team von Spectrum leben das diesjährige Motto tagtäglich. Natürlich in dieser Zeit mit Mundschutz und dem nötigen Abstand.

Im Fokus der diesjährigen Solidaritätskollekte stehen vor allem die Kinder und Jugendlichen. Die Frauen auf dem Teppich sind aber auch alles Mütter, Großmütter, Tanten und Freundinnen. Sie fühlen und tragen insbesondere den Schmerz und die Trauer, wenn ihren Kindern Chancen verwehrt bleiben, nur weil oft die finanziellen Mittel fehlen. Auch dafür steht das übergroße Herz auf ihrer Brust. Und dass der Weg insbesondere für Frauen in der Gesellschaft auch oft beschwerlich ist, symbolisiert das im Hintergrund abgebildete Bergpanorama.

Seit Februar arbeiten die Frauen im Atelierraum am Krugenofen 5-7 in Aachen. Corona bedingt derzeit noch aufgeteilt in zwei Gruppen. Seit Februar läuft auch die Zusammenarbeit mit der Aachener Künstlerin Vera Sous. Sie gibt dem Projekt einen neuen künstlerischen Schwerpunkt. Die Zusammenarbeit wurde u.a. auch aufgrund einer Förderung aus dem Solidaritätsfond für Langzeitarbeitslosenprojekte des Bistums möglich.

Der „Soliteppich mit Herz“ wird etwa drei Wochen in der Kirche zu sehen sein. Wir würden uns freuen, wenn er danach einen neuen Ausstellungsort findet.

Sie möchten mehr über unsere Arbeit erfahren?

Rheinischer Verein/Spectrum
Monika von Bernuth
mvonbernuth@spectrum-aachen.de
www.rhein-verein.de

Fotos: Monika von Bernuth