Ausstellung „Sichert(e) sich auch unser Land einen Platz an der Sonne? Der lange Schatten der deutschen Kolonialzeit“

Ausstellung „Sichert(e) sich auch unser Land einen Platz an der Sonne? Der lange Schatten der deutschen Kolonialzeit“

Mit Blick auf den Tag gegen Rassismus (21. März) lädt die Kooperation von Amnesty International Aachen, Bischöflicher Akademie, Citykirche Aachen und dem Büro der Regionen auch nach der Ausstellungseröffnung herzlich zum Besuch dieser Ausstellung ein. Konzipiert wurde die kleine Wanderausstellung von Serge Palasie, Afrikanist und Fachpromotor Flucht, Migration und Entwicklung.

Ziel der Ausstellung ist es, einen Beitrag dazu zu leisten, kritisch in die Vergangenheit zu blicken, damit man die Gegenwart besser verstehen und für die Zukunft lernen kann. Denn die deutsche Kolonialzeit ist bis heute in mehrfacher Hinsicht relevant – so beispielsweise im Bereich globaler wirtschaftlicher Beziehungsgeflechte, beim Thema Flucht und Migration, oder wenn es um Rassismus und Identität in Deutschland geht. Selbst der menschengemachte Klimawandel bzw. die damit verbundene Klimaungerechtigkeit muss hier aufgezählt werden. Es geht hier also nicht so sehr um geschichtliche Details, sondern um den langen Schatten, den eine vermeintlich abgeschlossene Geschichte wirft.

Bis zum 8. April 2022 kann die Ausstellung während der Öffnungszeiten in unserer Kirche besucht werden.
Der Eintritt ist frei. Es gelten die dann aktuellen Corona-Regeln.

Bildquelle: „Platz an der Sonne?“ Gemälde von Naseer Alshabani

Kunstvoll mit der Einsamkeit umgehen

Das ist schon so eine Sache mit der Einsamkeit. Alleinsein ist ja noch OK, aber Einsam sein? Gerade in den Coronazeiten mit Lockdowns und vielen Einschränkungen bis heute, wird Einsamkeit bei vielen älteren Menschen deutlich spürbar.

Abschlussfeier 05.11.2021, 14.00 bis 17.00 Uhr

In der Ausstellung sind Einsamkeitserfahrungen kunstvoll umgesetzt, auch das Herauskommen aus Isolation und Angst. Sie sind eingeladen, diese Erfahrungen in den Exponaten zu entdecken und bei der Abschlussfeier am 05.11.2021 mit folgendem Programm dabei zu sein.

13.30 Uhr Stehkaffee zum Ankommen
14.00 Uhr Begrüßung und Interview
14.30 Uhr Impulsvortrag „Einsamkeit“ Prof. Dr. M. Borutta
15.00 Uhr Theater mit den „Golden Annas“
15.30 Uhr Trommelgruppe des BGZ Kronenberg
16.00 Uhr Geschichten zum kunstvollen Umgang mit der Einsamkeit
16.30 Uhr Improvisationstanz, BGZ Aachen Mitte
17.00 Uhr Aixotic Sambistas trommeln zum Abschluss vor der Citykirche

Geimpft, Genesen, Getestet? – Bitte zeigen Sie beim Hineinkommen Ihren Nachweis.

Ein Projekt der Aachener PlusPunkt-Begegnungszentren, gefördert von der Stadt Aachen

Martin Luther und das Judentum

Rückblick und Aufbruch

Martin Luther hat ein schwieriges Erbe hinterlassen. In der Anfangszeit der Reformation hat er dafür plädiert, die Juden menschlich zu behandeln. Später hat er sie unerträglich geschmäht und die Anwendung von Gewalt gegen sie gefordert.

Auch sein weiteres Schrifttum lässt keinen Raum für jüdisches Leben. Alles Licht fällt auf die Seite des Evangeliums, alles Dunkel auf die jüdische Seite, symbolisiert vom Gesetz ohne Gnade.

Lucas Cranach und seine Schule haben diese Auffassung Luthers auf vielen Bildern umgesetzt. Durch Wort und Bild ist seine negative Sicht der Juden durch die Jahrhunderte hin wirksam geworden. Das jüdische Selbstbild blieb bedeutungslos, obwohl Jesus, wie Luther anfangs betonte, „ein geborner Jude“ war.

Erst nach dem Holocaust haben die evangelischen Kirchen begonnen, sich dem lastenden Erbe von Luthers Judenfeindschaft zu stellen. Hier reiht sich die Ausstellung ein. Sie wird von der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und dem Touro College Berlin getragen. Auf ihren   Tafeln erhalten jüdische und christliche Perspektiven Raum.

Titelbild: Ausschnitt aus dem Weimarer Altarbild von Lucas Cranach mit dem Motiv Gesetz und Evangelium (Stadtkirche St. Peter und Paul, 1555)

Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag, 9.00 bis 19.00 Uhr.

ENTDECKE MICH! Eine kunstAKTION

Montag – Samstag: 09:00 bis 19:00 Uhr
Sonntag: 09:00 bis 17:00 Uhr

Mehr Informationen: www.kunstaktion-entdecke-mich.de

 

Bild: (c) Bistum Aachen

Ausstellung: Grenzerfahrungen – Wie Europa gegen Schutzsuchende aufrüstet

 

Wir laden Sie herzlich ein, vom 21. September bis zum 10. Oktober während der Öffnungszeiten unserer Kirche, die Ausstellung

Grenzerfahrungen – Wie Europa gegen Schutzsuchende aufrüstet

anzuschauen.

Das Thema Flucht ist sehr gegenwärtig. Wir denken, dass es auch mit Schulklassen besprochen werden sollte. Deshalb bieten wir für Schulklassen Gespräche über die Ausstellung und altersentsprechenden Austausch an. Dabei denken wir ausdrücklich auch an Kinder der Grundschulen. Es gibt sehr gute B(ilderb)ücher zu dem Thema, die wir gemeinsam betrachten und besprechen könnten. Viele Kinder dürften andere Kinder kennen, die in Deutschland Schutz und eine Zukunftsperspektive finden sollen. Der Bezug zu dem Thema Flüchtlingsschutz ist von daher leicht herzustellen.

Bitte melden Sie sich bei Interesse oder geben diese Informationen gerne weiter.
Wir vereinbaren dann mit Ihnen einen Termin in der Citykirche, denn die Vermittlung von Werten wie Solidarität, Humanität und Menschenrechten liegt uns am Herzen.

Kontakt: Beate Dittrich Beate.Dittrich@bistum-aachen.de

Foto: I. Heck-Böckler

Gerechtigkeit für die „El Hiblu 3“

Vom 19. Juni bis zum 2. Juli 2021 steht in der Citykirche, während der Öffnungszeiten der Citykirche, ein Infotisch von Amnesty International.

Anlass ist der Weltflüchtlingstag am 20. Juni.

Der Einsatz gilt drei Jugendlichen, den sogenannten „EL Hiblu 3“. Sie und etwa 100 andere Menschen wurden von der Besatzung des Öltankers „El Hiblu“ aus einem Schlauchboot auf dem Mittelmeer gerettet. Doch die Besatzung versuchte die Geretteten nach Libyen zurückzubringen. Die drei Jugendlichen dolmetschten und verhinderten, dass die Menschen erneut nach Libyen in Haft und Folter gebracht wurden. Aber auf dem Meer vor Malta stürmten die maltesischen Behörden das Schiff und behaupteten, die drei Jugendlichen hätten es mit Gewalt unter ihre Kontrolle gebracht. Ihnen drohen jetzt lebenslängliche Haftstrafen. Dabei wollten die drei Jugendlichen nur in Sicherheit gelangen und die übrigen Geretteten schützen. Der maltesische Generalstaatsanwalt muss jetzt dringend alle Anklagen fallen lassen und das Verfahren einstellen.

Um Unterstützung der Postkartenaktion in der Citykirche wird gebeten.

Gesundheit ist wichtig: Selbstverständlich gelten die aktuellen Hygieneregeln. Bitte tragen auch Sie, wenn Sie in die Citykirche kommen, einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz und halten Sie Abstand!

Soliteppich mit Herz

Der etwa 5×3 Meter große Patchwork Teppich kommt aus der Kunstwerkstatt Spectrum. Langzeitarbeitslose Frauen, die im Spectrum eine Beschäftigung und Tagesstruktur finden, haben ihn unter der Anleitung der Künstlerin Vera Sous mit viel Liebe und Kreativität gestaltet und genäht. Es ist ihr Beitrag zur diesjährigen Solidaritätskollekte am 2. Mai unter dem Motto: Solidarität – weil du mich angehst!

Zusehen sind auf dem Teppich die Frauen mit ihren Silhouetten. Bunt angezogen in phantasievoller Kleidung, so wie es ihnen gefällt. Jede Frau trägt ein übergroßes realistisch dargestelltes Herz auf ihrer Brust. „Unser Herz schlägt für diese Arbeit, die wir hier tun. Wir halten zusammen und gehen gemeinsam auch beschwerliche Wege.“

Die Frauen kennen sich oft schon mehrere Jahre. Sie kennen ihre Sorgen und Probleme unterstützen sich gegenseitig. Auch auf dem Teppichbild stehen sie eng zusammen. Die Frauen und das Team von Spectrum leben das diesjährige Motto tagtäglich. Natürlich in dieser Zeit mit Mundschutz und dem nötigen Abstand.

Im Fokus der diesjährigen Solidaritätskollekte stehen vor allem die Kinder und Jugendlichen. Die Frauen auf dem Teppich sind aber auch alles Mütter, Großmütter, Tanten und Freundinnen. Sie fühlen und tragen insbesondere den Schmerz und die Trauer, wenn ihren Kindern Chancen verwehrt bleiben, nur weil oft die finanziellen Mittel fehlen. Auch dafür steht das übergroße Herz auf ihrer Brust. Und dass der Weg insbesondere für Frauen in der Gesellschaft auch oft beschwerlich ist, symbolisiert das im Hintergrund abgebildete Bergpanorama.

Seit Februar arbeiten die Frauen im Atelierraum am Krugenofen 5-7 in Aachen. Corona bedingt derzeit noch aufgeteilt in zwei Gruppen. Seit Februar läuft auch die Zusammenarbeit mit der Aachener Künstlerin Vera Sous. Sie gibt dem Projekt einen neuen künstlerischen Schwerpunkt. Die Zusammenarbeit wurde u.a. auch aufgrund einer Förderung aus dem Solidaritätsfond für Langzeitarbeitslosenprojekte des Bistums möglich.

Der „Soliteppich mit Herz“ wird etwa drei Wochen in der Kirche zu sehen sein. Wir würden uns freuen, wenn er danach einen neuen Ausstellungsort findet.

Sie möchten mehr über unsere Arbeit erfahren?

Rheinischer Verein/Spectrum
Monika von Bernuth
mvonbernuth@spectrum-aachen.de
www.rhein-verein.de

Fotos: Monika von Bernuth

„Schwarz ist der Ozean“

Vom 20. März  bis 8. April kann die Ausstellung „Schwarz ist der Ozean – Was haben volle Flüchtlingsboote vor Europas Küsten mit der Geschichte von Sklavenhandel und Kolonialismus zu tun?“ während der Öffnungszeiten der Citykirche besucht werden. Die Ausstellung wird bewusst zum Tag gegen Rassismus am 21. März aufgebaut.

Globale Ungleichheiten und Rollenzuschreibungen, Rassismus oder Klimaungerechtigkeit lassen sich ohne einen Blick auf die Geschichte nicht erklären. Die Ausstellung „Schwarz ist der Ozean – Was haben volle Flüchtlingsboote vor Europas Küsten mit der Geschichte von Sklavenhandel und Kolonialismus zu tun“ setzt hier an. Sie schlägt einen weiten Bogen von den aktuellen Flucht-Bewegungen bis zur Geschichte Europas und Afrikas der letzten 500 Jahre.

Am 8. April findet in der Bischöflichen Akademie eine Ausstellungfinissage statt. Sie müssen sich über das entsprechende Formular auf der Website der Akademie anmelden: <Anmeldeformular zur Finissage>

Zu Besuch der Ausstellung in der Citykirche und  der Veranstaltung in der Bischöflichen Akademie lädt die Kooperation von Amnesty International, Bischöflicher Akademie, dem Büro der Regionen (Katholikenräte Aachen Stadt und Land), der Citykirche Aachen und  Save-me-Kampagne herzlich ein.

Foto: Fischer Gorée, Copyright: S.Palasie

Künstler*innen gesucht für den Corona-Gedenkort an der Citykirche

An und in der Citykirche soll ein solcher Ort für die Stadt Aachen gestaltet werden, wo Menschen ihren vielfältigen Verlusten, die durch die Corona-Pandemie ausgelöst wurden, einen Ausdruck geben und ihn mit anderen teilen können. An diesem Ort sollen unsere Erfahrungen gut aufgehoben sein. Er soll gleichzeitig aber auch ermutigen, mit diesen Erfahrungen den eigenen Weg weiterzugehen.

Im Innenraum der Citykirche soll deshalb ein temporärer Gedenkort entstehen, an dem Menschen ihre Erfahrungen teilen können. Dieser Ort soll

  • sowohl im Außenbereich der Kirche erkennbar sein (Hinweisschild), als auch aus einem interaktiven Raum in der Kirche bestehen.
  • sowohl ein analoger Ort in der Kirche, als auch ein virtueller Ort in den sozialen Medien sein.
  • offen gestaltet sein, dass die Besucher*innen ihn mit ihren Anliegen mitgestalten können.
  • dem Gedenken dienen und eine deutliche Hoffnungsperspektive zum Ausdruck bringen.
  • weltanschaulich neutral gestaltet sein.
  • eine Beteiligungsmöglichkeit bieten, die auch für Kinder ab 6 Jahren verständlich ist.

Der Gedenkort in der Kirche wird für 12 Monate bestehen und dann aufgelöst. Der Auftrag zur Gestaltung soll an Aachener Künstler*innen vergeben werden. Interessierte Künstler*innen können bis zum 15.03.2021 eine Gestaltungsidee einreichen. Eine Jury wählt daraus die drei besten Entwürfe aus, die mit je 300 € prämiert werden. Der bestprämierte Entwurf kommt zur Ausführung.

Nähere Infos gerne auf Anfrage bei Jürgen Maubach, 0151.5165 2887, maubach[at]franziska-aachen[.]de

Der Corona-Gedenkort ist ein Projekt der Kirche für die Stadt e.V./ CitySeelsorge der evangelischen und katholischen Kirche in Aachen und der katholischen Innenstadtpfarre Franziska von Aachen. Weitere Kooperationspartner sind angefragt.

YOUNIWORTH: Ausstellung über Jugend und Migration ABGESAGT

Leider kann die Ausstellung nicht wie geplant stattfinden. Sie wird zu einem späteren Termin nachgeholt. 

Verstehen – Begegnen – Zusammenleben! Wie fühlst du dich in Deutschland? Was ist dir wichtig? Wie wollen wir zusammenleben? Die mobile Ausstellung der Jugendmigrationsdienste YOUNIWORTH richtet den Blick auf das Zusammenleben junger Menschen in Deutschland. Ihr Ziel ist es, für die Themen Jugend und Migration zu sensibilisieren, Vorurteile zu hinterfragen und einander besser kennenzulernen. Dazu laden sieben multimediale Stationen ein: mit Kurzfilmen, Spielen zum Mitmachen und einer Selfie-Aktion. Das interaktive Konzept bietet insbesondere jungen Menschen, aber auch der interessierten Öffentlichkeit viele Anlässe zu Begegnung und Austausch.

Für Besucherinnen und Besucher hat die Ausstellung vom 11.01. bis 21.01.2021 täglich von 9 bis 19 Uhr geöffnet. Gruppenbesuche sind nach Voranmeldung möglich. Ansprechpartnerin ist Julia Bühler (0228-95968-25, buehler@jugendmigrationsdienste.de).

Bitte beachten Sie die geltenden Hygiene- und Abstandsregelungen. Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie unter www.youniworth.de.

Über die Jugendmigrationsdienste

Rund 500 Jugendmigrationsdienste (JMD) bundesweit unterstützen junge Menschen mit Migrationshintergrund zwischen 12 und 27 Jahren durch Beratung, Bildungs- und Freizeitangebote. Einen Schwerpunkt bildet die langfristige, individuelle Begleitung Jugendlicher auf ihrem schulischen und beruflichen Weg. Ziel ist es, die soziale Teilhabe der jungen Menschen zu fördern und ihre Perspektiven zu verbessern.

Informationen zum Jugendmigrationsdienst in Aachen: www.jugendmigrationsdienste.de/jmd/aachen

Die JMD sind Teil der Initiative JUGEND STÄRKEN, mit der sich das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend für eine bessere Integration junger Menschen einsetzt.

 

Foto: © Servicebüro Jugendmigrationsdienste