„Schwarz ist der Ozean“

Vom 20. März  bis 8. April kann die Ausstellung „Schwarz ist der Ozean – Was haben volle Flüchtlingsboote vor Europas Küsten mit der Geschichte von Sklavenhandel und Kolonialismus zu tun?“ während der Öffnungszeiten der Citykirche besucht werden. Die Ausstellung wird bewusst zum Tag gegen Rassismus am 21. März aufgebaut.

Globale Ungleichheiten und Rollenzuschreibungen, Rassismus oder Klimaungerechtigkeit lassen sich ohne einen Blick auf die Geschichte nicht erklären. Die Ausstellung „Schwarz ist der Ozean – Was haben volle Flüchtlingsboote vor Europas Küsten mit der Geschichte von Sklavenhandel und Kolonialismus zu tun“ setzt hier an. Sie schlägt einen weiten Bogen von den aktuellen Flucht-Bewegungen bis zur Geschichte Europas und Afrikas der letzten 500 Jahre.

Am 8. April findet in der Bischöflichen Akademie eine Ausstellungfinissage statt. Sie müssen sich über das entsprechende Formular auf der Website der Akademie anmelden: <Anmeldeformular zur Finissage>

Zu Besuch der Ausstellung in der Citykirche und  der Veranstaltung in der Bischöflichen Akademie lädt die Kooperation von Amnesty International, Bischöflicher Akademie, dem Büro der Regionen (Katholikenräte Aachen Stadt und Land), der Citykirche Aachen und  Save-me-Kampagne herzlich ein.

Foto: Fischer Gorée, Copyright: S.Palasie

Künstler*innen gesucht für den Corona-Gedenkort an der Citykirche

An und in der Citykirche soll ein solcher Ort für die Stadt Aachen gestaltet werden, wo Menschen ihren vielfältigen Verlusten, die durch die Corona-Pandemie ausgelöst wurden, einen Ausdruck geben und ihn mit anderen teilen können. An diesem Ort sollen unsere Erfahrungen gut aufgehoben sein. Er soll gleichzeitig aber auch ermutigen, mit diesen Erfahrungen den eigenen Weg weiterzugehen.

Im Innenraum der Citykirche soll deshalb ein temporärer Gedenkort entstehen, an dem Menschen ihre Erfahrungen teilen können. Dieser Ort soll

  • sowohl im Außenbereich der Kirche erkennbar sein (Hinweisschild), als auch aus einem interaktiven Raum in der Kirche bestehen.
  • sowohl ein analoger Ort in der Kirche, als auch ein virtueller Ort in den sozialen Medien sein.
  • offen gestaltet sein, dass die Besucher*innen ihn mit ihren Anliegen mitgestalten können.
  • dem Gedenken dienen und eine deutliche Hoffnungsperspektive zum Ausdruck bringen.
  • weltanschaulich neutral gestaltet sein.
  • eine Beteiligungsmöglichkeit bieten, die auch für Kinder ab 6 Jahren verständlich ist.

Der Gedenkort in der Kirche wird für 12 Monate bestehen und dann aufgelöst. Der Auftrag zur Gestaltung soll an Aachener Künstler*innen vergeben werden. Interessierte Künstler*innen können bis zum 15.03.2021 eine Gestaltungsidee einreichen. Eine Jury wählt daraus die drei besten Entwürfe aus, die mit je 300 € prämiert werden. Der bestprämierte Entwurf kommt zur Ausführung.

Nähere Infos gerne auf Anfrage bei Jürgen Maubach, 0151.5165 2887, maubach[at]franziska-aachen[.]de

Der Corona-Gedenkort ist ein Projekt der Kirche für die Stadt e.V./ CitySeelsorge der evangelischen und katholischen Kirche in Aachen und der katholischen Innenstadtpfarre Franziska von Aachen. Weitere Kooperationspartner sind angefragt.

Kinderarbeit im 19. Jahrhundert – Kinderarbeit heute

Kleine Hände – großer Profit. Kinderarbeit – Welches ungeahnte Leid sich in unserer Warenwelt verbirgt.

Vom 10. – 20. Mai ist in der Citykirche eine Ausstellung zum Thema Kinderarbeit im 19. Jahrhundert und Kinderarbeit heute zu sehen. Weltweit werden etwa 152 Millionen Kinder als Arbeiter ausgebeutet. Die Ausstellung erzählt vom Schicksal der Kinder, erläutert Hintergründe und zeigt, welche Rolle deutsche Firmen und Konsumenten spielen. Jeder von uns kann einen Beitrag dazu leisten, Kinderarbeit in Zukunft zu verhindern.

Die Ausstellung ist konzipiert von den Schwestern vom armen Kinde Jesusmit der Unterstützung von Herrn Benjamin Pütter, Kinderarbeitsexperte und Berater beim Kindermissionswerk.

Foto: Benjamin Pütter

YOUNIWORTH: Ausstellung über Jugend und Migration ABGESAGT

Leider kann die Ausstellung nicht wie geplant stattfinden. Sie wird zu einem späteren Termin nachgeholt. 

Verstehen – Begegnen – Zusammenleben! Wie fühlst du dich in Deutschland? Was ist dir wichtig? Wie wollen wir zusammenleben? Die mobile Ausstellung der Jugendmigrationsdienste YOUNIWORTH richtet den Blick auf das Zusammenleben junger Menschen in Deutschland. Ihr Ziel ist es, für die Themen Jugend und Migration zu sensibilisieren, Vorurteile zu hinterfragen und einander besser kennenzulernen. Dazu laden sieben multimediale Stationen ein: mit Kurzfilmen, Spielen zum Mitmachen und einer Selfie-Aktion. Das interaktive Konzept bietet insbesondere jungen Menschen, aber auch der interessierten Öffentlichkeit viele Anlässe zu Begegnung und Austausch.

Für Besucherinnen und Besucher hat die Ausstellung vom 11.01. bis 21.01.2021 täglich von 9 bis 19 Uhr geöffnet. Gruppenbesuche sind nach Voranmeldung möglich. Ansprechpartnerin ist Julia Bühler (0228-95968-25, buehler@jugendmigrationsdienste.de).

Bitte beachten Sie die geltenden Hygiene- und Abstandsregelungen. Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie unter www.youniworth.de.

Über die Jugendmigrationsdienste

Rund 500 Jugendmigrationsdienste (JMD) bundesweit unterstützen junge Menschen mit Migrationshintergrund zwischen 12 und 27 Jahren durch Beratung, Bildungs- und Freizeitangebote. Einen Schwerpunkt bildet die langfristige, individuelle Begleitung Jugendlicher auf ihrem schulischen und beruflichen Weg. Ziel ist es, die soziale Teilhabe der jungen Menschen zu fördern und ihre Perspektiven zu verbessern.

Informationen zum Jugendmigrationsdienst in Aachen: www.jugendmigrationsdienste.de/jmd/aachen

Die JMD sind Teil der Initiative JUGEND STÄRKEN, mit der sich das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend für eine bessere Integration junger Menschen einsetzt.

 

Foto: © Servicebüro Jugendmigrationsdienste

Fotoausstellung: Meine Kraftorte in Aachen

Herzliche Einladung zur Fotoausstellung Meine Kraftorte in Aachen.

Die Fotoausstellung Meine Kraftorte in Aachen ist Teil und Ergebnis eines kreativen Bildungsprojekts. Adama, Abdoulaye, Khalil und Yazan haben sich in einem zweitätigen Fotoworkshop im Sommer 2020 auf die Suche nach Orten in Aachen gemacht, die für sie persönlich eine besondere Kraft ausstrahlen. Hierbei sind die ausgestellten Fotos dieser Kraftorte entstanden.

Der Workshop fand im Rahmen des Projekts Wir können mehr! statt. Mit dem Projekt Wir können mehr! realisiert der SKM Aachen e.V. als Unterstützung und Begleitung in der Übergangsphase von der Schule in den Beruf Beratungs-, Bildungs- und Freizeitangebote für junge Menschen mit Fluchterfahrung.

Die Ausstellung wurde von den Jugendlichen gemeinsam mit der Fotografin Agnes Bläsen und den pädagogischen Mitarbeiterinnen Mandy Henkes und Johanna Meiers des SKM Aachen e.V. vorbereitet.

Foto: SKM Aachen e.V.

Diese Veranstaltung war irrtümlich ab 20. Oktober angekündigt; sie beginnt aber erst am 22. Oktober. Wir bitten, das Versehen zu entschuldigen.

Ausstellung Umbruch Ost

Veranstalter: Komitee der Städtepartnerschaft Aachen-Naumburg

Herzliche Einladung zur Ausstellung „Umbruch Ost. Lebenswelten im Wandel“. Eine Ausstellung zur Geschichte der deutschen Einheit.

Die Ausstellung „Umbruch Ost. Lebenswelten im Wandel“ wird bis Herbst 2021 bundesweit in über 1.000 Städten und Gemeinden zum Dialog über die Geschichte der deutschen Einheit seit 1990 einladen. Die Schau präsentiert zeitgenössische Bilder namhafter Fotografen wie Daniel Biskup, Paul Glaser, Harald Hauswald und Ann-Christine Jansson. Die Ausstellungskonzeption sowie -texte stammen vom Historiker und Publizisten Stefan Wolle. Zeitzeugeninterviews des Norddeutschen Rundfunks, die über QR-Codes abgerufen werden können, sowie Infografiken zur deutschen Einheit vom Hamburger Unternehmen Statista ergänzen die Schau.

Die Ausstellung wirft Schlaglichter auf 30 Jahre deutsche Einheit. Im Zentrum stehen dabei die Umbruchserfahrungen der Ostdeutschen. Die Schau thematisiert auf 23 Tafeln mit Bildern und Texten die Erwartungen und das Vertrauen, das die Ostdeutschen mit der Wiedervereinigung verbunden hatten. Sie ruft die innerdeutsche Solidarität und Hilfsbereitschaft in Erinnerung. Die Schau erzählt von den Neuanfängen und Aufbrüchen, wie auch vom Willen, die SED-Diktatur aufzuarbeiten. Sie dokumentiert die Verzweiflung, die mit dem wirtschaftlichen Zusammenbruch und dem Anstieg der Arbeitslosigkeit einherging und die Verlusterfahrungen und Ängste, die die 1990er Jahre in Ostdeutschland prägten. Themen sind die Gleichzeitigkeit von Sanierung und Rückbau der ostdeutschen Städte, die Situation der Frauen und Familien, eine Jugendkultur zwischen Techno, Punk und Rechtsradikalismus.

Herausgeber von „Umbruch Ost“ sind die Bundesstiftung Aufarbeitung und der Ostbeauftragte der Bundesregierung.

Ausstellungsdauer: 03. bis 09.10.2020 von 09 Uhr bis 19 Uhr.

Foto: Ann-Christine Jansson/Bundesstiftung Aufarbeitung

Eröffnung der Ausstellung Umbruch Ost

Veranstalter: Komitee der Städtepartnerschaft Aachen-Naumburg

Herzliche Einladung zur Ausstellungseröffnung. Der Abend startet um 17 Uhr. Einlass ab 16.30 Uhr. Voranmeldung ist nicht nötig die Registrierung für die Nachverfolgbarkeit geschieht am Abend.

Programm:
Begrüßung durch Pfr. Timotheus Eller
Ansprache der Aachener Bürgermeisterin Hilde Scheidt (Bündnis 90 / Die Grünen)
Einstimmung und musikalische Begleitung durch den Abend durch den Pianisten Jonas Hirschler

Die Ausstellung „Umbruch Ost. Lebenswelten im Wandel“ wird bis Herbst 2021 bundesweit in über 1.000 Städten und Gemeinden zum Dialog über die Geschichte der deutschen Einheit seit 1990 einladen. Die Schau präsentiert zeitgenössische Bilder namhafter Fotografen wie Daniel Biskup, Paul Glaser, Harald Hauswald und Ann-Christine Jansson. Die Ausstellungskonzeption sowie -texte stammen vom Historiker und Publizisten Stefan Wolle. Zeitzeugeninterviews des Norddeutschen Rundfunks, die über QR-Codes abgerufen werden können, sowie Infografiken zur deutschen Einheit vom Hamburger Unternehmen Statista ergänzen die Schau.

Die Ausstellung wirft Schlaglichter auf 30 Jahre deutsche Einheit. Im Zentrum stehen dabei die Umbruchserfahrungen der Ostdeutschen. Die Schau thematisiert auf 23 Tafeln mit Bildern und Texten die Erwartungen und das Vertrauen, das die Ostdeutschen mit der Wiedervereinigung verbunden hatten. Sie ruft die innerdeutsche Solidarität und Hilfsbereitschaft in Erinnerung. Die Schau erzählt von den Neuanfängen und Aufbrüchen, wie auch vom Willen, die SED-Diktatur aufzuarbeiten. Sie dokumentiert die Verzweiflung, die mit dem wirtschaftlichen Zusammenbruch und dem Anstieg der Arbeitslosigkeit einherging und die Verlusterfahrungen und Ängste, die die 1990er Jahre in Ostdeutschland prägten. Themen sind die Gleichzeitigkeit von Sanierung und Rückbau der ostdeutschen Städte, die Situation der Frauen und Familien, eine Jugendkultur zwischen Techno, Punk und Rechtsradikalismus.

Herausgeber von „Umbruch Ost“ sind die Bundesstiftung Aufarbeitung und der Ostbeauftragte der Bundesregierung.

Ausstellungsdauer: 03. bis 09.10.2020 von 09 Uhr bis 19 Uhr.

Foto: Ann-Christine Jansson/Bundesstiftung Aufarbeitung

Eine Ausstellung der IPPNW: Hibakusha – Weltweit

Unter der Schirmherrschaft der stellv. Städteregionsrätin Elisabeth Paul

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Samstag:   09 bis 19:00 Uhr
Montag : 14 bis 19:00 Uhr
Sonntag : 9 bis 14:00 Uhr

Veranstalter:  Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges  – Ärzte in sozialer Verantwortung e.V. (IPPNW Regionalgruppe Aachen)

Im Japanischen werden die Überlebenden von Hiroshima und Nagasaki „Hibakusha“ genannt. Viele von ihnen setzen sich für eine Welt frei von atomarer Bedrohung ein – meist, indem sie den jüngeren Generationen ihre Geschichte erzählen. Überall auf der Welt folgen andere mutige Menschen ihrem Beispiel. Als Ärztinnen und Ärzte sehen wir uns in der Pflicht, über die Zusammenhänge der zivilen und militärischen Atomindustrie und über die gesundheitlichen Gefahren von Radioaktivität aufzuklären. Daher diese Ausstellung mit Orten, an denen sich ihre katastrophalen Folgen für Umwelt und Gesundheit zeigen. Präsentiert wird dabei nur eine kleine Auswahl an exemplarischen Orten. Neben den vorgestellten Fallbeispielen existieren weltweit leider noch zahlreiche weitere Orte, die ebenso einen Platz in dieser Ausstellung verdient hätten. Die Plakate sollen das Problem illustrieren, Zusammenhänge aufzeigen und dazu anregen die Mär von der „sicheren und sauberen Atomenergie“ zu hinterfragen.

Hibakusha

Mit dem japanischen Begriff „Hibakusha“ sollen die betroffenen Menschen nicht in eine Opferrolle gedrängt werden, sondern vielmehr betont werden, dass sie die Überlebenden sind – diejenigen also, die als Zeitzeugen jüngeren Generationen über ihr Schicksal berichten können, damit sich die schreckliche Geschichte nicht wiederholt.

Während des Kalten Krieges wurde der Begriff „Hibakusha“ erweitert und internationalisiert, um auch die Betroffenen der Atomwaffentests im Pazifik, in Nevada, Semipalatinsk und an anderen Testarealen weltweit einzubeziehen. Japanische Hibakusha haben sich aktiv darum bemüht, internationale Kontakte mit anderen Gruppen zu knüpfen – sei es auf den Marschallinseln, in Kasachstan, Russland, den USA oder Französisch-Polynesien. Sie eint das gemeinsame Credo: „No more Hibakusha – Keine weiteren Hibakusha!“

Zwei Seiten einer Medaille

Nach Beginn der Atomkatastrophe in Fukushima im März 2011 bekam der Begriff in Japan eine neue Bedeutung: Nun nannten sich auch die Betroffenen der Atomkatastrophe von Fukushima so. Vielen Menschen wurde erstmals bewusst, dass Atomenergie und Atomwaffen zwei Seiten der selben Medaille sind:

Sowohl Atomwaffen als auch Atomkraftwerke benötigen Uran. Der Uranabbau selbst hat zu zehntausenden Hibakusha geführt, da BergarbeiterInnen und AnwohnerInnen der Uranminen unter radioaktiver Kontamination leiden. Indigene Völker aus fünf Kontinenten, deren Heimat dem Uranabbau zum Opfer fiel, haben sich zum Ziel gesetzt, das Uran künftig dort zu lassen, wo es keinen Schaden anrichten kann: unter der Erde.

Beide Technologien benötigen Urananreicherung. Jedes Land mit einem militärischen Atomprogramm musste für die Produktion von waffenfähigem Material zunächst ein ziviles Atomprogramm aufbauen. Gleichzeitig hat jedes Land mit einem zivilen Atomprogramm die Fähigkeit, Atomwaffen zu entwickeln.

Beide stellen ein Proliferationsrisiko dar. Sobald einmal eine Uranindustrie und eine zivile Atominfrastruktur bestehen, ist der Schritt zur Bombe möglich. Plutonium, Uran und MOX-Brennstoffe werden heutzutage rund um den Globus verschifft und können sowohl für Atomkraftwerke also auch für Atombomben oder -Sprengköpfe genutzt werden.

Sowohl Atomwaffen als auch Atomkraftwerke können Umwelt und Gesundheit schwerwiegend schädigen. Auch ein Unfall in einem AKW oder einer Atomfabrik kann große Mengen Radioaktivität freisetzen, Luft, Böden und Wasser verseuchen und die Gesundheit mehrerer Generationen schädigen.

Beide führen zu immer mehr Atommüll. Für die enormen Mengen strahlender Altlasten der Atomindustrie gibt es keine adäquaten Entsorgungsoptionen. Sie müssen Hunderttausende Jahre gelagert und gesichert werden.

Foto:  © IPPNW Deutsche Sektion Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges / Ärzte in sozialer Verantwortung e.V.

Austellung: Ein Wa(a)gnis

Kunstinstallation von Andreas Joerißen

In dieser Arbeit wird die Theologie der Philosophie gegenübergestellt. Die (Ge)-Wichtigkeit der einzelnen Lehren in Form von figurativen Darstellungen werden auf einer Waage gestellt, so wird eine Metapher zur bildlichen Darstellung. Da eine mechanische Waage nur mit zwei Elementen Sinn macht, ergibt sich so für die betrachtende Person ein ganzes.

Hier wird sichtbar, dass das offensichtlich schwerere Element das andere gegenüber erhöht. Was nun schwerer wiegt, welches der beiden Themen im Leben jedes einzelnen Menschen eine (ge)-wichtigere Rolle spielt, sollte jeder für sich. Für die betrachtende Person ist es wichtig, zu wissen, dass hier das physikalische gesetzt eine gewichtige Rolle spielt. Offensichtlich ist die Figur des Philosophen um ein Vielfaches schwerer als die Christusfigur.

Die dritte Skulptur soll beide ergänzen, in dieser Arbeit, die den Namen „das Geheimnis“ trägt, finden sich alle Aspekten wieder. Hier geht es um Leben und Tod, um Anfang und um das Ende und das sogar beides gleichzeitig möglich ist, Vorsicht, Schutz und Neugierde vereinen sich und bieten eine Plattform um über das (ge)wichtige im Leben zu Philosophieren – ein Wagnis

„Christusfigur“: Aus Gips, diese Figur habe ich beim Haussperrmüll an der Straße gefunden. Da sie stark beschädigt war, habe ich sie bei der Restaurierung neu angelegt.

„Philosoph“: Diese Skulptur ist aus einem Eichenstammstück gearbeitet und bemalt. Die Eichenhölzer, die ich für meine Arbeiten verwende, stammen meist aus Grenzgebieten, die in den letzten zwei Weltkriegen stark umkämpft waren und somit mit diversen Geschossteilen versehen sind.

Meine Vorstellung dahinter ist, dass die Geschossteile niemanden getötet haben und die Bäume somit möglicherweise Leben gerettet haben, egal welcher Nation die Menschen angehörten.

„Das Geheimnis“: Die Skulptur besteht ebenfalls aus einem Eichenstammstück und hat den gleichen Background wie der Philosoph, was die Verwendung des Holzes angeht. Hier handelt es sich um die Interpretation einer Figur aus einem Gemälde von Hieronymus Bosch (das Weltentriptychon, mittlere Tafel)

Austellungszeit: 13. Juni bis 24. Juli während der Öffnungszeit: 9.00 Uhr bis 19.00 Eintritt frei

Hygienemaßenahmen und Abstandsregelung ist bitte zu beachten.
Foto: Andreas Joerißen

Ausstellung: Vision for Future – Action for Future

Der Aachener Aktionskünstler Sebastian Schmidt reagiert in Kooperation mit „Artists for Future Aachen“ mit einer Kunstaktion auf den Projektstart von „Region AACHEN 2050“ – Netzwerkprojekt für nachhaltiges Leben.

Sebastian Schmidt lädt die Menschen aus Aachen und der Region ein, gemeinsam ein Bild einer wünschenswerten, nachhaltigen Zukunft Aachens zu zeichnen. Hierzu wird am Gemeindehaus St. Foillan ein 5 m breites und 2 m hohes Bild aufgehängt. Alle vorbeigehenden Menschen sind eingeladen, ihre Wünsche und Visionen für die Entwicklung einer nachhaltigen Zukunft der Region Aachen Ausdruck zu verleihen. Mit Stiften, Farben und Pinsel kann das mit einem „klaren Himmel“ grundierten Hintergrundbild beschrieben und bemalt werden. Visionen einer lebenswerten, enkeltauglichen Zukunft werden sichtbar, konkrete Handlungsmöglichkeiten tauchen auf … Gegenseitige Inspirationen und Visualisierungen münden in Gestaltungskraft. Es gibt viele Menschen jeden Alters, die die Notwendigkeit eines Wandels im Umgang mit der Welt und ihrer Ressourcen verstanden haben, und die gerne ihren Teil zur Entwicklung einer nachhaltigen Zukunft Aachens beitragen würden. Viele fühlen sich jedoch auch ohnmächtig ob der Größe dieser Aufgabe. Sie wissen nicht so richtig, was ihr persönlicher Beitrag sein kann, der einen wirksamen Unterschied machen könnte.

„Wenn die Aktion erreicht, dass Menschen gemeinsam über ein zukünftiges Bild ihrer Heimatstadt und Region nachdenken, diffuse Vorstellungen sich zu konkreten Ideen entwickeln und hierbei vielleicht auch noch Menschen zusammenfinden, dann hat die Aktion ihren Sinn erfüllt,“ so Sebastian Schmidt.

Lust und Freude am Mitgestalten einer gesunden und lebenswerten Welt von morgen, in der das Gemeinwohl als Richtschnur dient, werden sich einen kreativen und inspirierenden Weg bahnen, ganz im Sinne von „Vision for Future – Action for Future“.

Das fertiggestellte Bild der Mitmachaktion Vision for Future – Action for Future wird in unserer Kirche in dem Zeitraum vom 26.5. bis 14.6.20 ausgestellt.