Martin Luther und das Judentum

Rückblick und Aufbruch

Martin Luther hat ein schwieriges Erbe hinterlassen. In der Anfangszeit der Reformation hat er dafür plädiert, die Juden menschlich zu behandeln. Später hat er sie unerträglich geschmäht und die Anwendung von Gewalt gegen sie gefordert.

Auch sein weiteres Schrifttum lässt keinen Raum für jüdisches Leben. Alles Licht fällt auf die Seite des Evangeliums, alles Dunkel auf die jüdische Seite, symbolisiert vom Gesetz ohne Gnade.

Lucas Cranach und seine Schule haben diese Auffassung Luthers auf vielen Bildern umgesetzt. Durch Wort und Bild ist seine negative Sicht der Juden durch die Jahrhunderte hin wirksam geworden. Das jüdische Selbstbild blieb bedeutungslos, obwohl Jesus, wie Luther anfangs betonte, „ein geborner Jude“ war.

Erst nach dem Holocaust haben die evangelischen Kirchen begonnen, sich dem lastenden Erbe von Luthers Judenfeindschaft zu stellen. Hier reiht sich die Ausstellung ein. Sie wird von der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und dem Touro College Berlin getragen. Auf ihren   Tafeln erhalten jüdische und christliche Perspektiven Raum.

Titelbild: Ausschnitt aus dem Weimarer Altarbild von Lucas Cranach mit dem Motiv Gesetz und Evangelium (Stadtkirche St. Peter und Paul, 1555)

Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag, 9.00 bis 19.00 Uhr.

ENTDECKE MICH! Eine kunstAKTION

Montag – Samstag: 09:00 bis 19:00 Uhr
Sonntag: 09:00 bis 17:00 Uhr

Mehr Informationen: www.kunstaktion-entdecke-mich.de

 

Bild: (c) Bistum Aachen

Ausstellung: Grenzerfahrungen – Wie Europa gegen Schutzsuchende aufrüstet

 

Wir laden Sie herzlich ein, vom 21. September bis zum 10. Oktober während der Öffnungszeiten unserer Kirche, die Ausstellung

Grenzerfahrungen – Wie Europa gegen Schutzsuchende aufrüstet

anzuschauen.

Das Thema Flucht ist sehr gegenwärtig. Wir denken, dass es auch mit Schulklassen besprochen werden sollte. Deshalb bieten wir für Schulklassen Gespräche über die Ausstellung und altersentsprechenden Austausch an. Dabei denken wir ausdrücklich auch an Kinder der Grundschulen. Es gibt sehr gute B(ilderb)ücher zu dem Thema, die wir gemeinsam betrachten und besprechen könnten. Viele Kinder dürften andere Kinder kennen, die in Deutschland Schutz und eine Zukunftsperspektive finden sollen. Der Bezug zu dem Thema Flüchtlingsschutz ist von daher leicht herzustellen.

Bitte melden Sie sich bei Interesse oder geben diese Informationen gerne weiter.
Wir vereinbaren dann mit Ihnen einen Termin in der Citykirche, denn die Vermittlung von Werten wie Solidarität, Humanität und Menschenrechten liegt uns am Herzen.

Kontakt: Beate Dittrich Beate.Dittrich@bistum-aachen.de

Foto: I. Heck-Böckler

Gerechtigkeit für die „El Hiblu 3“

Vom 19. Juni bis zum 2. Juli 2021 steht in der Citykirche, während der Öffnungszeiten der Citykirche, ein Infotisch von Amnesty International.

Anlass ist der Weltflüchtlingstag am 20. Juni.

Der Einsatz gilt drei Jugendlichen, den sogenannten „EL Hiblu 3“. Sie und etwa 100 andere Menschen wurden von der Besatzung des Öltankers „El Hiblu“ aus einem Schlauchboot auf dem Mittelmeer gerettet. Doch die Besatzung versuchte die Geretteten nach Libyen zurückzubringen. Die drei Jugendlichen dolmetschten und verhinderten, dass die Menschen erneut nach Libyen in Haft und Folter gebracht wurden. Aber auf dem Meer vor Malta stürmten die maltesischen Behörden das Schiff und behaupteten, die drei Jugendlichen hätten es mit Gewalt unter ihre Kontrolle gebracht. Ihnen drohen jetzt lebenslängliche Haftstrafen. Dabei wollten die drei Jugendlichen nur in Sicherheit gelangen und die übrigen Geretteten schützen. Der maltesische Generalstaatsanwalt muss jetzt dringend alle Anklagen fallen lassen und das Verfahren einstellen.

Um Unterstützung der Postkartenaktion in der Citykirche wird gebeten.

Gesundheit ist wichtig: Selbstverständlich gelten die aktuellen Hygieneregeln. Bitte tragen auch Sie, wenn Sie in die Citykirche kommen, einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz und halten Sie Abstand!

Soliteppich mit Herz

Der etwa 5×3 Meter große Patchwork Teppich kommt aus der Kunstwerkstatt Spectrum. Langzeitarbeitslose Frauen, die im Spectrum eine Beschäftigung und Tagesstruktur finden, haben ihn unter der Anleitung der Künstlerin Vera Sous mit viel Liebe und Kreativität gestaltet und genäht. Es ist ihr Beitrag zur diesjährigen Solidaritätskollekte am 2. Mai unter dem Motto: Solidarität – weil du mich angehst!

Zusehen sind auf dem Teppich die Frauen mit ihren Silhouetten. Bunt angezogen in phantasievoller Kleidung, so wie es ihnen gefällt. Jede Frau trägt ein übergroßes realistisch dargestelltes Herz auf ihrer Brust. „Unser Herz schlägt für diese Arbeit, die wir hier tun. Wir halten zusammen und gehen gemeinsam auch beschwerliche Wege.“

Die Frauen kennen sich oft schon mehrere Jahre. Sie kennen ihre Sorgen und Probleme unterstützen sich gegenseitig. Auch auf dem Teppichbild stehen sie eng zusammen. Die Frauen und das Team von Spectrum leben das diesjährige Motto tagtäglich. Natürlich in dieser Zeit mit Mundschutz und dem nötigen Abstand.

Im Fokus der diesjährigen Solidaritätskollekte stehen vor allem die Kinder und Jugendlichen. Die Frauen auf dem Teppich sind aber auch alles Mütter, Großmütter, Tanten und Freundinnen. Sie fühlen und tragen insbesondere den Schmerz und die Trauer, wenn ihren Kindern Chancen verwehrt bleiben, nur weil oft die finanziellen Mittel fehlen. Auch dafür steht das übergroße Herz auf ihrer Brust. Und dass der Weg insbesondere für Frauen in der Gesellschaft auch oft beschwerlich ist, symbolisiert das im Hintergrund abgebildete Bergpanorama.

Seit Februar arbeiten die Frauen im Atelierraum am Krugenofen 5-7 in Aachen. Corona bedingt derzeit noch aufgeteilt in zwei Gruppen. Seit Februar läuft auch die Zusammenarbeit mit der Aachener Künstlerin Vera Sous. Sie gibt dem Projekt einen neuen künstlerischen Schwerpunkt. Die Zusammenarbeit wurde u.a. auch aufgrund einer Förderung aus dem Solidaritätsfond für Langzeitarbeitslosenprojekte des Bistums möglich.

Der „Soliteppich mit Herz“ wird etwa drei Wochen in der Kirche zu sehen sein. Wir würden uns freuen, wenn er danach einen neuen Ausstellungsort findet.

Sie möchten mehr über unsere Arbeit erfahren?

Rheinischer Verein/Spectrum
Monika von Bernuth
mvonbernuth@spectrum-aachen.de
www.rhein-verein.de

Fotos: Monika von Bernuth

„Schwarz ist der Ozean“

Vom 20. März  bis 8. April kann die Ausstellung „Schwarz ist der Ozean – Was haben volle Flüchtlingsboote vor Europas Küsten mit der Geschichte von Sklavenhandel und Kolonialismus zu tun?“ während der Öffnungszeiten der Citykirche besucht werden. Die Ausstellung wird bewusst zum Tag gegen Rassismus am 21. März aufgebaut.

Globale Ungleichheiten und Rollenzuschreibungen, Rassismus oder Klimaungerechtigkeit lassen sich ohne einen Blick auf die Geschichte nicht erklären. Die Ausstellung „Schwarz ist der Ozean – Was haben volle Flüchtlingsboote vor Europas Küsten mit der Geschichte von Sklavenhandel und Kolonialismus zu tun“ setzt hier an. Sie schlägt einen weiten Bogen von den aktuellen Flucht-Bewegungen bis zur Geschichte Europas und Afrikas der letzten 500 Jahre.

Am 8. April findet in der Bischöflichen Akademie eine Ausstellungfinissage statt. Sie müssen sich über das entsprechende Formular auf der Website der Akademie anmelden: <Anmeldeformular zur Finissage>

Zu Besuch der Ausstellung in der Citykirche und  der Veranstaltung in der Bischöflichen Akademie lädt die Kooperation von Amnesty International, Bischöflicher Akademie, dem Büro der Regionen (Katholikenräte Aachen Stadt und Land), der Citykirche Aachen und  Save-me-Kampagne herzlich ein.

Foto: Fischer Gorée, Copyright: S.Palasie

Künstler*innen gesucht für den Corona-Gedenkort an der Citykirche

An und in der Citykirche soll ein solcher Ort für die Stadt Aachen gestaltet werden, wo Menschen ihren vielfältigen Verlusten, die durch die Corona-Pandemie ausgelöst wurden, einen Ausdruck geben und ihn mit anderen teilen können. An diesem Ort sollen unsere Erfahrungen gut aufgehoben sein. Er soll gleichzeitig aber auch ermutigen, mit diesen Erfahrungen den eigenen Weg weiterzugehen.

Im Innenraum der Citykirche soll deshalb ein temporärer Gedenkort entstehen, an dem Menschen ihre Erfahrungen teilen können. Dieser Ort soll

  • sowohl im Außenbereich der Kirche erkennbar sein (Hinweisschild), als auch aus einem interaktiven Raum in der Kirche bestehen.
  • sowohl ein analoger Ort in der Kirche, als auch ein virtueller Ort in den sozialen Medien sein.
  • offen gestaltet sein, dass die Besucher*innen ihn mit ihren Anliegen mitgestalten können.
  • dem Gedenken dienen und eine deutliche Hoffnungsperspektive zum Ausdruck bringen.
  • weltanschaulich neutral gestaltet sein.
  • eine Beteiligungsmöglichkeit bieten, die auch für Kinder ab 6 Jahren verständlich ist.

Der Gedenkort in der Kirche wird für 12 Monate bestehen und dann aufgelöst. Der Auftrag zur Gestaltung soll an Aachener Künstler*innen vergeben werden. Interessierte Künstler*innen können bis zum 15.03.2021 eine Gestaltungsidee einreichen. Eine Jury wählt daraus die drei besten Entwürfe aus, die mit je 300 € prämiert werden. Der bestprämierte Entwurf kommt zur Ausführung.

Nähere Infos gerne auf Anfrage bei Jürgen Maubach, 0151.5165 2887, maubach[at]franziska-aachen[.]de

Der Corona-Gedenkort ist ein Projekt der Kirche für die Stadt e.V./ CitySeelsorge der evangelischen und katholischen Kirche in Aachen und der katholischen Innenstadtpfarre Franziska von Aachen. Weitere Kooperationspartner sind angefragt.

YOUNIWORTH: Ausstellung über Jugend und Migration ABGESAGT

Leider kann die Ausstellung nicht wie geplant stattfinden. Sie wird zu einem späteren Termin nachgeholt. 

Verstehen – Begegnen – Zusammenleben! Wie fühlst du dich in Deutschland? Was ist dir wichtig? Wie wollen wir zusammenleben? Die mobile Ausstellung der Jugendmigrationsdienste YOUNIWORTH richtet den Blick auf das Zusammenleben junger Menschen in Deutschland. Ihr Ziel ist es, für die Themen Jugend und Migration zu sensibilisieren, Vorurteile zu hinterfragen und einander besser kennenzulernen. Dazu laden sieben multimediale Stationen ein: mit Kurzfilmen, Spielen zum Mitmachen und einer Selfie-Aktion. Das interaktive Konzept bietet insbesondere jungen Menschen, aber auch der interessierten Öffentlichkeit viele Anlässe zu Begegnung und Austausch.

Für Besucherinnen und Besucher hat die Ausstellung vom 11.01. bis 21.01.2021 täglich von 9 bis 19 Uhr geöffnet. Gruppenbesuche sind nach Voranmeldung möglich. Ansprechpartnerin ist Julia Bühler (0228-95968-25, buehler@jugendmigrationsdienste.de).

Bitte beachten Sie die geltenden Hygiene- und Abstandsregelungen. Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie unter www.youniworth.de.

Über die Jugendmigrationsdienste

Rund 500 Jugendmigrationsdienste (JMD) bundesweit unterstützen junge Menschen mit Migrationshintergrund zwischen 12 und 27 Jahren durch Beratung, Bildungs- und Freizeitangebote. Einen Schwerpunkt bildet die langfristige, individuelle Begleitung Jugendlicher auf ihrem schulischen und beruflichen Weg. Ziel ist es, die soziale Teilhabe der jungen Menschen zu fördern und ihre Perspektiven zu verbessern.

Informationen zum Jugendmigrationsdienst in Aachen: www.jugendmigrationsdienste.de/jmd/aachen

Die JMD sind Teil der Initiative JUGEND STÄRKEN, mit der sich das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend für eine bessere Integration junger Menschen einsetzt.

 

Foto: © Servicebüro Jugendmigrationsdienste

Fotoausstellung: Meine Kraftorte in Aachen

Herzliche Einladung zur Fotoausstellung Meine Kraftorte in Aachen.

Die Fotoausstellung Meine Kraftorte in Aachen ist Teil und Ergebnis eines kreativen Bildungsprojekts. Adama, Abdoulaye, Khalil und Yazan haben sich in einem zweitätigen Fotoworkshop im Sommer 2020 auf die Suche nach Orten in Aachen gemacht, die für sie persönlich eine besondere Kraft ausstrahlen. Hierbei sind die ausgestellten Fotos dieser Kraftorte entstanden.

Der Workshop fand im Rahmen des Projekts Wir können mehr! statt. Mit dem Projekt Wir können mehr! realisiert der SKM Aachen e.V. als Unterstützung und Begleitung in der Übergangsphase von der Schule in den Beruf Beratungs-, Bildungs- und Freizeitangebote für junge Menschen mit Fluchterfahrung.

Die Ausstellung wurde von den Jugendlichen gemeinsam mit der Fotografin Agnes Bläsen und den pädagogischen Mitarbeiterinnen Mandy Henkes und Johanna Meiers des SKM Aachen e.V. vorbereitet.

Foto: SKM Aachen e.V.

Diese Veranstaltung war irrtümlich ab 20. Oktober angekündigt; sie beginnt aber erst am 22. Oktober. Wir bitten, das Versehen zu entschuldigen.

Ausstellung Umbruch Ost

Veranstalter: Komitee der Städtepartnerschaft Aachen-Naumburg

Herzliche Einladung zur Ausstellung „Umbruch Ost. Lebenswelten im Wandel“. Eine Ausstellung zur Geschichte der deutschen Einheit.

Die Ausstellung „Umbruch Ost. Lebenswelten im Wandel“ wird bis Herbst 2021 bundesweit in über 1.000 Städten und Gemeinden zum Dialog über die Geschichte der deutschen Einheit seit 1990 einladen. Die Schau präsentiert zeitgenössische Bilder namhafter Fotografen wie Daniel Biskup, Paul Glaser, Harald Hauswald und Ann-Christine Jansson. Die Ausstellungskonzeption sowie -texte stammen vom Historiker und Publizisten Stefan Wolle. Zeitzeugeninterviews des Norddeutschen Rundfunks, die über QR-Codes abgerufen werden können, sowie Infografiken zur deutschen Einheit vom Hamburger Unternehmen Statista ergänzen die Schau.

Die Ausstellung wirft Schlaglichter auf 30 Jahre deutsche Einheit. Im Zentrum stehen dabei die Umbruchserfahrungen der Ostdeutschen. Die Schau thematisiert auf 23 Tafeln mit Bildern und Texten die Erwartungen und das Vertrauen, das die Ostdeutschen mit der Wiedervereinigung verbunden hatten. Sie ruft die innerdeutsche Solidarität und Hilfsbereitschaft in Erinnerung. Die Schau erzählt von den Neuanfängen und Aufbrüchen, wie auch vom Willen, die SED-Diktatur aufzuarbeiten. Sie dokumentiert die Verzweiflung, die mit dem wirtschaftlichen Zusammenbruch und dem Anstieg der Arbeitslosigkeit einherging und die Verlusterfahrungen und Ängste, die die 1990er Jahre in Ostdeutschland prägten. Themen sind die Gleichzeitigkeit von Sanierung und Rückbau der ostdeutschen Städte, die Situation der Frauen und Familien, eine Jugendkultur zwischen Techno, Punk und Rechtsradikalismus.

Herausgeber von „Umbruch Ost“ sind die Bundesstiftung Aufarbeitung und der Ostbeauftragte der Bundesregierung.

Ausstellungsdauer: 03. bis 09.10.2020 von 09 Uhr bis 19 Uhr.

Foto: Ann-Christine Jansson/Bundesstiftung Aufarbeitung