Abgerungen

Am Mittwoch, den 16.09. beschäftigt sich das Ein-Personen-Theater „Abgerungen“ mit dem Leben des Pallottinerpaters Richard Henkes, der 1945 bei der freiwilligen Pflege typhuskranker Mithäftlinge starb.

Ein junger Mann entdeckt seine Begeisterung für Leben und Wirken von Pater Richard Henkes. Die Auseinandersetzung damit fordert ihn heraus, über sein Leben neu nachzudenken und das eigene Ringen und Fragen auch an die Zuschauer weiterzugeben. Boris Weber, der Autor und Regisseur des Stückes, schreibt dazu: „Meine Bewunderung ist groß! Wie kann ein Mensch sein Gottvertrauen, seine Liebe und sein Wirken derart in Gottes Hände legen? Wie sehr muss man mit sich ringen, um sich tatsächlich – den nahezu sicheren Tod vor Augen – auf Gottes Klopfen und Rufen einzulassen!“
Umgesetzt/dargestellt wird das Stück von dem Bonner Schaupieler Frank Musekamp, der auch an der textlichen Fassung mitgewirkt hat.

Der Eintritt ist frei, Spenden erbeten – Einfach kommen….

Mehr Informationen zu Pater Henkes und weiteren Veranstaltungsterminen und -Orten für Theater und Ausstellung:
www.haltung-heute.de

Foto: Manfred Schulz

FAUST 2

Theater Ludus  spielt den FAUST / 2. Teil von Johann Wolfgang  Goethe.
Eintritt frei – Spenden erbeten.

Faust wacht nach einem langen Schlaf des Vergessens auf.  An Mephistos Seite betritt er nun die ‚große Welt‘, einen Kaiserhof, an dem Korruption und Misswirtschaft herrschen. Auf Wunsch des Kaisers präsentiert Faust „Helena und Paris“ als magisches Spiel. Als er Helena umarmen will, wird er von einer Explosion getroffen. Mephisto führt den bewusstlosen Faust in sein altes Studierzimmer zurück. Dort hat Wagner in der Zwischenzeit den Humunkulus erschaffen, der Faust und Mephisto ins antike griechische Fabelreich führt. Faust trifft seine Helena; die beiden heiraten. Sie haben einen Sohn, Euphorion. Doch das Glück währt nur kurz, Euphorion stürzt in seinem Übermut zu Tode und reißt Helena mit sich. Mephistos Zitat aus Faust / 1. Teil  kommt in Erinnerung: „ Ich bin der Geist, der stets verneint! / Und das mit Recht: Denn alles, was entsteht, / Ist wert, dass es zugrunde geht. „ Fausts  letztes Projekt ist die Landgewinnung aus dem Meer; seine Vision ist ein freies Volk auf freiem Land.  Als Faust schließlich sagt, dass die Erfüllung dieses Traumes ihn Ruhe finden lassen würde, glaubt Mephisto sich endlich am Ziel.

Warum Faust am Ende gerettet wird, erklären die Engel in der Schlussszene: „ Wer immer strebend sich bemüht, / Den können wir erlösen.„

Foto: © Hermann-Josef Polzin

FAUST 2

Theater Ludus  spielt den FAUST / 2. Teil von Johann Wolfgang  Goethe.
Eintritt frei – Spenden erbeten.

Faust wacht nach einem langen Schlaf des Vergessens auf.  An Mephistos Seite betritt er nun die ‚große Welt‘, einen Kaiserhof, an dem Korruption und Misswirtschaft herrschen. Auf Wunsch des Kaisers präsentiert Faust „Helena und Paris“ als magisches Spiel. Als er Helena umarmen will, wird er von einer Explosion getroffen. Mephisto führt den bewusstlosen Faust in sein altes Studierzimmer zurück. Dort hat Wagner in der Zwischenzeit den Humunkulus erschaffen, der Faust und Mephisto ins antike griechische Fabelreich führt. Faust trifft seine Helena; die beiden heiraten. Sie haben einen Sohn, Euphorion. Doch das Glück währt nur kurz, Euphorion stürzt in seinem Übermut zu Tode und reißt Helena mit sich. Mephistos Zitat aus Faust / 1. Teil  kommt in Erinnerung: „ Ich bin der Geist, der stets verneint! / Und das mit Recht: Denn alles, was entsteht, / Ist wert, dass es zugrunde geht. „ Fausts  letztes Projekt ist die Landgewinnung aus dem Meer; seine Vision ist ein freies Volk auf freiem Land.  Als Faust schließlich sagt, dass die Erfüllung dieses Traumes ihn Ruhe finden lassen würde, glaubt Mephisto sich endlich am Ziel.

Warum Faust am Ende gerettet wird, erklären die Engel in der Schlussszene: „ Wer immer strebend sich bemüht, / Den können wir erlösen.„

Foto: Hermann-Josef Polzin

 

Theater Ludus spielt NATHAN DER WEISE

von Gotthold Ephraim Lessing

Ein junger deutscher Tempelherr, Gefangener des Sultans Saladin, hat Recha, die Tochter des Juden Nathan, aus dem brennenden Haus ihres Vaters gerettet. Er lehnt die ihm überbrachte Einladung Nathans, ihn zu besuchen, schroff ab: „Lasst den Vater mir vom Hals. Jud‘ ist Jude:“ Nathans persönliche Einladung nimmt er zögernd an, verliebt sich in Recha, schreckt aber gleichzeitig vor dieser Liebe zu einer Jüdin zurück.  Sultan Saladin steht kurz vor dem Bankrott und lässt den Juden Nathan kommen, um sich von ihm Geld zu borgen. Die Schwester des Sultans überredet ihn, Nathan mit der Frage in Verlegenheit zu bringen, ob nun das Judentum, das Christentum oder der Islam die bessere Religion sei. Nathan antwortet mit der Parabel von drei Ringen, die identisch aussehen, von denen einer aber die Macht hat, seinen Besitzer gottgefällig und menschenfreundlich zu machen. Zum Ende des Dramas sind Judentum, Christentum und Islam sich ihrer gemeinsamen Wurzel bewusst – Selbsterkenntnis wird zum Weg der Versöhnung.

Lessings Stück ist heute für uns ebenso wichtig wie für die Zeit des NS-Regimes, als man es verboten hatte und die Menschen es heimlich lasen.

Eintritt frei – Spenden erbeten.

 

Fotocollage: Hermann-Josef Polzin

Theater Ludus spielt NATHAN DER WEISE

von Gotthold Ephraim Lessing

Ein junger deutscher Tempelherr, Gefangener des Sultans Saladin, hat Recha, die Tochter des Juden Nathan, aus dem brennenden Haus ihres Vaters gerettet. Er lehnt die ihm überbrachte Einladung Nathans, ihn zu besuchen, schroff ab: „Lasst den Vater mir vom Hals. Jud‘ ist Jude:“ Nathans persönliche Einladung nimmt er zögernd an, verliebt sich in Recha, schreckt aber gleichzeitig vor dieser Liebe zu einer Jüdin zurück. > Sultan Saladin steht kurz vor dem Bankrott und lässt den Juden Nathan kommen, um sich von ihm Geld zu borgen. Die Schwester des Sultans überredet ihn, Nathan mit der Frage in Verlegenheit zu bringen, ob nun das Judentum, das Christentum oder der Islam die bessere Religion sei. Nathan antwortet mit der Parabel von drei Ringen, die identisch aussehen, von denen einer aber die Macht hat, seinen Besitzer gottgefällig und menschenfreundlich zu machen. Zum Ende des Dramas sind Judentum, Christentum und Islam sich ihrer gemeinsamen Wurzel bewusst – Selbsterkenntnis wird zum Weg der Versöhnung.

Lessings Stück ist heute für uns ebenso wichtig wie für die Zeit des NS-Regimes, als man es verboten hatte und die Menschen es heimlich lasen.

Eintritt frei – Spenden erbeten.

 

Fotocollage: Hermann-Josef Polzin

Theater Ludus: Die Goldberg Variationen

Theaterstück von George Tabori. Eintritt frei, Spenden erbeten.

Eine Bibelinszenierung von der Schöpfung bis zur Kreuzigung. Mr. Jay (Synonym für Jahwe), der gottgleiche Regisseur, erscheint zur letzten Probe vor der Premiere im Theater. Der Jude Goldberg, sein unterwürfiger Regieassistent, leidet unter dem schwer zufrieden zu stellenden Regisseur. Eine Hassliebe verbindet die beiden, die nichts weniger sein will, als eine Allegorie auf das Verhältnis Gottes zu seinem auserwählten Volk Israel. Schon die Schöpfungsszene endet im Chaos, sobald der Mensch ‚als Schauspieler‘ die Bühne betritt. Im Zentrum des biblischen Schauspiels steht der Vater-Sohn Konflikt: Abraham opfert Isaak, Gott opfert seinen eigenen Sohn.

„Erst gestern Abend habe ich den Herrn gefragt: Warum läßt du den Jungen so leiden? Weißt du, was Er geantwortet hat? Was macht ein netter jüdischer Junge an einem Kreuz?“

Tabori hat kein frommes Schauspiel geschrieben – obwohl die Bibelzitate das Stück erden. Der Text ist provozierend und anklagend, Peinlichkeiten, Allüren und Wutausbrüche wechseln sich ab. Und wer wird am Ende gekreuzigt? –  der Jude.

Theater Ludus: Die Goldberg Variationen

Theaterstück von George Tabori. Eintritt frei, Spenden erbeten.

Eine Bibelinszenierung von der Schöpfung bis zur Kreuzigung. Mr. Jay (Synonym für Jahwe), der gottgleiche Regisseur, erscheint zur letzten Probe vor der Premiere im Theater. Der Jude Goldberg, sein unterwürfiger Regieassistent, leidet unter dem schwer zufrieden zu stellenden Regisseur. Eine Hassliebe verbindet die beiden, die nichts weniger sein will, als eine Allegorie auf das Verhältnis Gottes zu seinem auserwählten Volk Israel. Schon die Schöpfungsszene endet im Chaos, sobald der Mensch ‚als Schauspieler‘ die Bühne betritt. Im Zentrum des biblischen Schauspiels steht der Vater-Sohn Konflikt: Abraham opfert Isaak, Gott opfert seinen eigenen Sohn.

„Erst gestern Abend habe ich den Herrn gefragt: Warum läßt du den Jungen so leiden? Weißt du, was Er geantwortet hat? Was macht ein netter jüdischer Junge an einem Kreuz?“

Tabori hat kein frommes Schauspiel geschrieben – obwohl die Bibelzitate das Stück erden. Der Text ist provozierend und anklagend, Peinlichkeiten, Allüren und Wutausbrüche wechseln sich ab. Und wer wird am Ende gekreuzigt? –  der Jude.