BEIM NAMEN NENNEN
Veranstaltung
26.06.2026 - 17:00 bis 18:00
Menschen müssen ihre Heimat verlassen, weil dort Krieg herrscht, es gewaltsame Konflikte gibt, sie verfolgt werden oder sie allgemein unter lebensbedrohlichen Bedingungen leben. Mindestens 117,3 Millionen Menschen (Stand Juli 2025) auf der ganzen Welt waren gezwungen, aus ihrer Heimat zu fliehen. Darunter sind 30,5 Millionen Flüchtlinge. Hinzu kommen Millionen staatenlose Menschen, denen eine Staatsangehörigkeit verweigert wurde und die keinen Zugang zu grundlegenden Rechten wie Bildung, Gesundheitsversorgung, Beschäftigung und Bewegungsfreiheit haben.
Europa schottet sich immer mehr ab. Durch das Gemeinsamen Europäische Asylsystem (GEAS), welches Mitte Juni 2026 in Kraft tritt, werden immer weniger schutzsuchende Menschen bei uns ankommen. Dafür steigt die Zahl der Menschen, die auf immer gefährlicheren Fluchtwegen nach Europa ums Leben kommen. Sie sterben in seeuntüchtigen Booten auf dem Mittelmeer, ersticken in Lastwagen, verdursten in der Wüste. Mit der Aktion «Beim Namen nennen» wollen wir an alle Menschen erinnern, die oft namenlos gestorben sind und nirgends beerdigt wurden. Ihre Familien und Nahestehende trauern dennoch um sie. Eltern verloren ihre Kinder, Kinder ihre Eltern. Das darf so nicht weiter gehen. Es ist ein Skandal, den wir beklagen und durch das Lesen der Namen und die Nennung der Begleitumstände ihres Todes öffentlich machen. Wir setzen uns für die Menschenrechte aller ein, denn diese sind unteilbar. Wir fordern die europäischen Staaten auf, sich an die Grundrechte zu halten und das individuelle Recht auf Asyl nicht außer Kraft zu setzen.
Termin: Freitag, 26. Juni 2026, 17 bis 18 Uhr, Citykirche Aachen (An der Nikolauskirche 3, 52062 Aachen)
Herzliche Einladung zu dieser Kooperationsveranstaltung der Evangelischen und der Katholischen Kirche, der Save-me-Kampagne und Amnesty International.
Zu dem Foto: Rosen, die bei einer Gedenkveranstaltung für die im Mittelmeer ertrunkenen Menschen ins Mittelmeer geworfen wurden.
