SprechZeit – ein Seelsorge Angebot für Menschen in der Stadt

Die Sprechzeit ist ein regelmäßiges und niederschwelliges Seelsorgeangebot  mitten in der Stadt. Trägerin dieses Angebotes ist die ökumenische Cityseelsorge, die in ihrer gesamten Arbeit ökumenisch ausgerichtet ist und von der katholischen und der evangelischen Kirche gemeinsam personell und finanziell getragen wird.

In der Sprechzeit arbeiten seit vielen Jahren für die Gesprächssituation geschulte ehrenamtliche Mitarbeitende. Sie kommen aus verschiedenen Berufen: vor allem Sozialarbeiter, Therapeuten, Berater, Lehrende  und Theologen. Ihre biographischen Profile werden für die BesucherInnen der Sprechzeit transparent gemacht. Sie unterstehen als kirchliche Mitarbeiter der Schweigepflicht und nehmen regelmäßig eine gegenseitige Gruppensupervision wahr.

Jeweils dienstags, mittwochs und donnerstags am Nachmittag und donnerstags auch am Vormittag bieten die MitarbeiterInnen ihre Zeit an, um Menschen zuzuhören und mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

Die Sprechzeit versteht ihren Dienst als weltanschaulich offene Gastfreundschaft: auch Menschen mit keiner oder anderer Religion und Menschen anderer Kulturen sind willkommen.

Die Sprechzeit nutzt in der Kirche zwei Räumlichkeiten: einen kleinen neuen Raum in der Kapelle für die Bedürfnisse einer besonders geschützten Gesprächsatmosphäre und einen größeren und durch eine Glastüre geschützten Raum im Westportal der Kirche.

Bei den maximal eine Stunde dauernden Gesprächen geht es sowohl um Glaubensfragen wie um private Probleme, um spirituelle Bedürfnisse, um Abhängigkeiten und Sucht, um Einsamkeit und Zukunftsängste, um familiäre und Partnerschaftsprobleme. Aber auch freudige Anlässe möchten Menschen mitteilen und davon erzählen.

Seelsorge im Kirchraum bietet für die, die das wünschen, auch die Möglichkeit, das Gespräch mit  einem spirituellen Ritual abzuschließen, wie dem Anzünden von Kerzen, einer Fürbitte für die Anliegen des Gesprächspartners, so wie einem persönlichen Zuspruch oder Segen.

Man muss sich zur Sprechzeit nicht anmelden, sondern kann das Angebot ganz spontan wahrnehmen; man darf anonym bleiben. Den MitarbeiterInnen ist es besonders wichtig, dass die Besucher Zuwendung erfahren und dass ihnen einer/eine zuhört.

Die Sprechzeit kann und will keine dauernden Gesprächsbeziehungen anbieten wie in einer therapeutischen oder beratenden Beziehung üblich. Sie ist ein punktuelles und passagères Angebot. Besteht der Wunsch und die Notwendigkeit, längere therapeutische Prozesse einzugehen, so können die Sprechzeitmitarbeitenden auf  Wunsch den Kontakt zu den kirchlichen Beratungsstellen vermitteln. Sie arbeiten aber  in der Sprechzeit nicht als Therapeuten, sondern möchten für  möglichst viele Menschen in der Stadt, die ein Gespräch benötigen, ihre Zeit anbieten.

Für die Mitarbeitenden ist es immer wieder besonders beglückend, Menschen zu erleben, die zunächst bedrückt und belastet in die Sprechzeit kommen, um nach dem Gespräch ein Stück leichter und ein Stück hoffnungsvoller in ihren Tag weiterzugehen.

Die Citykirche möchte so in gesellschaftlichen und individuellen  Problemfeldern „mit Fingerspitzengefühl“ präsent sein und  Zeit und Hilfe anbieten. Das Angebot in der Citykirche St. Nikolaus hat sich mittlerweile etabliert und wird gut angenommen.

Die Sprechzeit ist geöffnet: dienstags, mittwochs und donnerstags von 15.00 bis 17.00 Uhr und donnerstags auch von 10.00 -12.00 Uhr.

Ansprechpartner: Sylvia Engels und Timotheus Eller