Historie
Im Jahr 1005 stiftet Kaiser Heinrich II. eine Kapelle zu Ehren des Hl. Nikolaus. 1234 übernimmt der neu entstandene Orden der Franziskaner, damals Minderbrüder oder Minoriten genannt, das Kirchlein und errichtet ein Kloster. Am 6. Dezember, dem Nikolaustag des Jahres 1327, weiht der Bischof von Lüttich die Altäre der im gotischen Stil erbauten, neuen Kirche. Sie liegt an der Handelsstraße nach Köln und so schon im Mittelalter mitten im städtischen Leben. Die Franziskaner kümmern sich um Kaufleute und Reisende. Volksnahe Seelsorge macht den Bettelorden beliebt, das Kloster wächst beständig. 1390 wird der Chorraum der Kirche vergrößert, wo sich die Brüder zum Gebet versammeln. 1630 entstehen der dreigeschossige Hochaltar und die Seitenaltäre. Der Stadtbrand 1656 und ein Erdbeben 1692 zerstören das Dach und den kleinen Dachturm, doch der Innenraum bleibt erhalten.
Ab 2002 schließlich wird die Nikolauskirche zum Ort der CitySeelsorge. Die evangelische und die katholischer Kirche engagieren sich hier nun gemeinsam und möchten Menschen durch neue Formen und ungewöhnliche Aktionen Gottesberührung ermöglichen. St. Nikolaus vermittelt heute den Raumeindruck des Mittelalters: eine weite, gotische Halle mit großen Fenstern und langem Chor als Gebetsraum. Ein Haus, das lebt und über die Jahrhunderte von Gott erzählt.
In der Sylvesternacht 2010/2011 schlug eine Sylvesterrakete durch ein Fenster im Hochchor, zerstörte den unwiederbringlichen Altar von 1526, beschädigte das Innere, das Gewöbe und die Ostseite der Kirche. Auch das Hauptschiff wurde stark in Mitleidenschafr gezogen.
Nun ist das Hauptsschiff wieder restauriert. Doch eine provisorische Wand trennt es vom Chorraum, der erst in Jahren wiederhergestellt sein wird






